In meiner Praxis für Psychotherapie in Werdau behandle ich erwachsene Patientinnen und Patienten mit Verhaltenstherapie. Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren.
Viele Menschen, die sich an eine psychotherapeutische Praxis wenden, können zunächst nicht genau einordnen, ob oder welche psychische Erkrankung hinter ihren Beschwerden steht. Häufig stehen zunächst konkrete Belastungen im Vordergrund: anhaltende Erschöpfung, Ängste, Panikattacken, Schlafprobleme, Grübeln, Niedergeschlagenheit oder körperliche Beschwerden.
In der psychotherapeutischen Sprechstunde kann gemeinsam geklärt werden, wie Ihre Beschwerden einzuordnen sind und ob eine Psychotherapie sinnvoll ist.
Mit welchen Beschwerden können Sie sich an die Praxis wenden?
Anlass für eine psychotherapeutische Abklärung können zum Beispiel sein:
- anhaltende Niedergeschlagenheit, Traurigkeit oder Antriebslosigkeit
- Erschöpfung, Müdigkeit oder das Gefühl, den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen zu sein
- Ängste, starke Sorgen, Panik oder Panikattacken
- Ein- und Durchschlafprobleme oder nicht erholsamer Schlaf
- innere Unruhe oder ausgeprägte Gereiztheit
- häufiges Grübeln und belastende negative Gedanken
- wiederkehrende Zwänge oder aufdringliche Gedanken
- körperliche Beschwerden, bei denen psychische Faktoren eine Rolle spielen können
- psychische Beschwerden nach belastenden oder einschneidenden Lebensereignissen
- länger anhaltende Belastungen im privaten oder beruflichen Umfeld
Nicht immer lassen sich einzelne Beschwerden eindeutig voneinander trennen. So können beispielsweise Schlafprobleme und Erschöpfung sowohl bei einer Depression als auch im Zusammenhang mit Ängsten, anhaltendem Stress oder anderen psychischen Belastungen auftreten. Entsprechend versuche ich zeitnah Sprechstunden anzubieten, um Ihnen eine Einordnung und Orientierung, was ggf. an weiteren Schritten notwendig ist, zu ermöglichen.
Psychische Erkrankungen und Störungsbilder
Depressionen und depressive Beschwerden
Depressionen können sich sehr unterschiedlich zeigen. Neben Niedergeschlagenheit und Traurigkeit können unter anderem Antriebslosigkeit, Interessenverlust, Erschöpfung, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Selbstzweifel oder anhaltendes Grübeln auftreten. Zudem kann Gereiztheit durchaus ein Symptom sein.
Auch eine länger bestehende starke Erschöpfung, die häufig als „Burnout“ beschrieben wird, kann Anlass für eine psychotherapeutische Abklärung sein. Dabei wird geprüft, welche Ursachen den Beschwerden zugrunde liegen und ob eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vorliegt.
Angststörungen und Panikattacken
Angst gehört grundsätzlich zum menschlichen Leben. Tritt diese jedoch ohne erkennbare Gefahr auf oder schränkt sie den Alltag zunehmend ein, kann eine Angststörung vorliegen.
Behandelt werden unter anderem:
- Panikattacken und Panikstörungen
- Agoraphobie
- soziale Ängste und soziale Phobien
- spezifische Phobien, beispielsweise ausgeprägte Ängste vor bestimmten Tieren oder Situationen
- ausgeprägte Krankheitsängste
Verhaltenstherapeutische Behandlung kann dabei helfen, die Auslöser und Aufrechterhaltung der Ängste besser zu verstehen und schrittweise einen anderen Umgang mit angstauslösenden Situationen zu entwickeln.
Zwangsstörungen und aufdringliche Gedanken
Zwänge können sich sowohl in wiederkehrenden Handlungen als auch in Gedanken zeigen. Dazu gehören beispielsweise Kontrollzwänge, Waschzwänge oder belastende Gedanken, die sich immer wieder aufdrängen.
In der Therapie wird erarbeitet, welche Situationen die Zwänge auslösen und wodurch sie aufrechterhalten werden. Ziel ist es, den Einfluss der Zwänge auf den Alltag schrittweise zu verringern.
Schlafstörungen, Erschöpfung und innere Unruhe
Ein- und Durchschlafstörungen, übermäßiges Schlafbedürfnis, anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung oder innere Unruhe können selbst erheblich belasten und zugleich im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen auftreten.
Auch zunehmende Gereiztheit oder das Gefühl, dauerhaft angespannt zu sein, können Hinweise auf eine psychische Belastung sein. Im Rahmen der Diagnostik wird deshalb zunächst geklärt, in welchem Zusammenhang die Beschwerden stehen.
Psychosomatische und körperliche Beschwerden
Psychische und körperliche Prozesse beeinflussen sich gegenseitig. Manche Menschen leiden unter anhaltenden körperlichen Beschwerden, obwohl sich medizinisch nicht eine ausreichende organische Ursache feststellen lässt. Bei anderen bestehen körperliche Erkrankungen, deren Beschwerden durch psychische Faktoren zusätzlich beeinflusst werden.
Dazu können beispielsweise chronische Schmerzen, Erschöpfungszustände oder andere wiederkehrende körperliche Symptome gehören.
Psychotherapeutische Behandlung bedeutet dabei nicht, körperliche Beschwerden als „eingebildet“ zu betrachten. Vielmehr geht es darum, mögliche Zusammenhänge zwischen körperlichen Reaktionen, Gedanken, Gefühlen, Belastungen und Verhaltensweisen zu erkennen und therapeutisch zu bearbeiten.
Belastungsreaktionen und schwierige Lebenssituationen
Einschneidende Ereignisse und länger anhaltende Belastungen können zu erheblichen psychischen Beschwerden führen. Dazu können beispielsweise Verlusterfahrungen, Trennungen, Konflikte, Veränderungen der Lebenssituation oder starke berufliche Belastungen gehören.
Auch Konflikte oder Mobbing am Arbeitsplatz können psychische Beschwerden auslösen oder verstärken. Gegenstand einer Psychotherapie sind dabei die daraus entstandenen psychischen Belastungen sowie der eigene Umgang mit der Situation. Äußere Konflikte oder Arbeitsbedingungen können durch eine Psychotherapie nicht stellvertretend gelöst werden. Eher werden Patientinnen und Patienten befähigt, selbst wirksam zu handeln.
Essstörungen
Auch Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht können psychotherapeutisch behandelt werden.
Bei diesen Erkrankungen ist aufgrund möglicher körperlicher Folgen eine begleitende medizinische Betreuung und Kooperation erforderlich.
Persönlichkeitsstörungen
Wir alle haben unsere Persönlichkeit, die sich auch wandeln kann. Teilweise neigen wir jedoch zu bestimmten Tendenzen (z. B. ängstlich, überemotional, ich-bezogen, selbstlos). Bei Persönlichkeitsstörungen bestehen über längere Zeit und nahezu ausschließlich tief verankerte Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster, die beispielsweise zwischenmenschliche Beziehungen, das Selbstbild oder den Umgang mit belastenden Situationen beeinträchtigen können.
Eine psychotherapeutische Behandlung kann dabei helfen, solche wiederkehrenden Muster besser zu verstehen und neue Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst und anderen zu entwickeln.
Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass unser Denken, Fühlen und Verhalten unter anderem durch Erfahrungen und Lernprozesse geprägt wird. Verhaltensweisen und Denkweisen, die früher hilfreich oder nachvollziehbar waren, können unter veränderten Bedingungen zu Belastungen führen oder psychische Beschwerden aufrechterhalten.
In der Therapie werden solche Zusammenhänge gemeinsam betrachtet. Dabei geht es darum, zu verstehen, wie Beschwerden entstanden sind, und insbesondere darum, konkrete Veränderungen für den heutigen Alltag zu entwickeln und zu erproben.
Die Behandlung orientiert sich an Ihrer individuellen Situation, Ihren Beschwerden und den gemeinsam vereinbarten Therapiezielen.
Psychotherapie bei Abhängigkeitserkrankungen
Bei Abhängigkeitserkrankungen kann eine ambulante Psychotherapie insbesondere dabei unterstützen, eine bereits erreichte Suchtmittelfreiheit zu stabilisieren und psychische Probleme zu bearbeiten, die mit der Abhängigkeit in Zusammenhang stehen.
Voraussetzung für den Beginn der Behandlung ist eine bestehende Abstinenz beziehungsweise Suchtmittelfreiheit. Eine Entzugs- oder Entwöhnungsbehandlung wird in der Praxis nicht durchgeführt.
Behandlung in der Praxis und per Videosprechstunde
Die Behandlung findet persönlich in meiner Praxis in Werdau statt. Ergänzend können ,sofern dies im jeweiligen Behandlungsfall therapeutisch geeignet ist, Termine im Rahmen einer Videosprechstunde erfolgen.
Weitere Informationen finden Sie unter Videosprechstunde.
Wie eine Psychotherapie vom Erstgespräch über die diagnostische Phase bis zur eigentlichen Behandlung abläuft, erfahren Sie unter Behandlungsverlauf.
